Das perfekte Trailrunning-Foto Teil V: Der eigene Stil

10. März 2016 in FotografieTrailrunning

Stil hat man oder nicht! Doch wer entscheidet was Stil ist? Niemand. Stil ist etwas persönliches und hebt dich ab. Auch in der Trailrunning-Fotografie.

Der Weg zum eigenen Stil

Er ist lang. Sehr lang.

Bis zu dem Zeitpunkt an dem jemand dein Bild sieht und sagt: „Das ist von (dir)!“, vergehen viele viele Auslösungen.
Einen echten „Jordi Saragossa“ oder „Ian Corless“ (siehe meine „Trailrunning-Fotografen Favoriten“) erkennst du nur, weil sie einen eigenen Stil entwickelt haben. Über Jahre.

Meist entwickelt er sich von allein. Man eifert jemandem nach oder ist Schüler eines Fotografen. Dann nimmst du automatisch seine Vorzüge an, aber entwickelst sie mit der Zeit auch weiter zu deinem eigenen Stil.

3 Wege zum eigenen Stil

1. Suche dir ein Vorbild oder Lehrer

Meine großen Vorbilder habe ich bereits im Artikel „Trailrunning-Fotografen“ aufgelistet. Sie sind alle verschieden und ich habe versucht die, für mich, besten Eigenschaften ihrer Stile abzusehen und dann doch etwas eigenes daraus zu gestalten. Du kannst versuchen die Bilder nach zu stellen und wirst automatisch etwas anders machen und so deinen eigenen Stil über die Zeit entwickeln.

Jordi und Ich

Jordi und ich beim Tromsø Skyrace 2014

Ein Beispiel: Zauberlehrling Philipp Reiter. Zunächst mit dem Fotografen Stephan Repke unterwegs sah man auf den Bildern Philipps deutlich die Handschrift von Stephan. In 2015 war Philipp verletzt und trotzdem viel mit dem Salomon-Team unterwegs. Und auch mit Jordi Saragossa. Seitdem hat sich der Stil verändert. Deutlich in Richtung Saragossa. Zum Teil wirkt es als ob die Kamera weitergegeben wurde. Philipp hat viel von Beiden gelernt, benötigt aber defintiv noch etwas Zeit um etwas Eigenes daraus zu bilden. (wird aber kommen!)

2. Üben, üben, üben

Es gibt die Aussage, dass ein Experte erst nach 10.000 Stunden lernen und ausüben auf seinem Fachgebiet auch wirklich den Experten-Status erlangt. So ist es auch in der Fotografie. Du musst üben üben üben. Probiere alles aus. Mehrmals.

3. Hole dir Kritik und Meinungen

Höre dir alles genau an was andere zu deinen Fotografien sagen. Du kannst Ideen aufschnappen und Veränderungen einfliessen lassen. Nichts ist wertvoller als (konstruktive) Kritik. Dank Facebook und Instagram ist es nie so leicht gewesen einen größeren Kreis um Meinung zu fragen. Spreche es offen an und frage wie die Betrachter dein Bild finden.
Gut sind hier, wenn es um die Nachbearbeitung geht, „vorher-nachher“ Bilder. Vielleicht brauchst du gar nicht zu manipulieren. Vielleicht ist das Rohformat bereits so wie es geliebt wird. So wie du es liebst.

Das testen verschiedener Techniken und Stil-Arten kann ein Leben lang dauern. Er entwickelt sich durch dein Umfeld und durch dein Leben.

Unterhalb des Pico Ruvio nahe des Refugio

(Unterhalb des Pico Ruvio nahe des Refugio) Formate, Farben und Motive können deinen Stil ausmachen.

Arten wie du deinen Stil ausdrücken kannst

1. Format

Spezielle Zuschnitte verleihen dem Bild eine andere Komposition. Siehe auch in Teil II „40 Tipps für Perspektie und Motive“. 16:9, 2:3 oder auch mal ein Hochformat (recht selten bei Trailrunning-Bildern).

2. Farben

Die (Nach)Bearbeitung der Farben, oder entfernen dieser, können deinem Bild etwas ganz eigenes geben. Auch die Änderung des Kontrastes oder der Schärfe können das Bild zu deinem Bild machen. Siehe dazu auch in „Teil IV Nachbearbeitung“.

3. Fokussiere dich auf ein Thema

Trailrunning am Meer, in den Mittelgebirgen, in den Alpen oder wo auch immer. Du kannst dich auf Regionen oder Arten von Regionen spezialisieren („Nische in der Nische“). Oder du fotografierst nur bei Wettkämpfen. Nur Menschen. Es gibt viele Motive bzw. Themen innerhalb des Trailrunning, welchen du dich annehmen kannst.

Eine beeindruckende Stil-Entwicklung ist die vom Fotografen Walther Luttenberger. Du kannst sie auf kwerfeldein.de nachlesen.

Ebenfalls gut, um es noch mal in Erwähnung zu bringen da es auch bei der Stil-Findung hilft, ist das Video 9 Photo-Composition Tips von Steve McCurry

Dies ist der letzte Teil der Serie „Das perfekte Trailrunning-Foto“. Hat sie dir geholfen? Hat etwas gefehlt?  Ich freue mich über dein Feedback.

Keep on (Trail-)running.

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