Winter-Trailrunning im Hoch-Schwarzwald
Winter-Trailrunning im Hoch-Schwarzwald
Im Kampf mit dem Wetter.
Das Letzte was Lars mir via Messenger sandte war ein Screenshot der Meldungen aus dem Hochschwarzwald. Glatte und verschneite Straßen. Querstehende LKWs und Sperrungen. Na super. Da haben wir uns den perfekten Tag ausgesucht um nach Sankt Märgen im Hochschwarzwald zu fahren.
Marc Forster und Sebastian Thiesen (Freidynamik/MinimalRunning) erwarteten die Teilnehmer im restaurierten Hotel "Der Hirschen" in St. Märgen/ Hochschwarzwald. Sicht gab es nicht. Doch die Läufer in ihren bunten Klamotten wirkten wie Konfetti im Schnee. Fasnet vorgezogen und auf den Trail verlegt.
Das Gruppenbild vor dem Start
Viele bekannte Gesichter sind da. Aber auch wieder Neue. Ambitionierte Trailrunner, aber auch Straßenläufer welche zum Ausgleich mal Trail versuchen. Oder wie am heutigen Tage: Schnee-laufen
Im Wolkenmeer bei leichtem Schneefall laufen wir auf der Straße in Richtung Wald bevor es im tiefen Schnee durch den dunklen Wald geht. Nicht umsonst ist es der **Schwarz**wald. Bedingt durch die vielen Tannen ist es duster. Der Schnee hellt es jedoch auf. Das Laufen wird immer beschwierlicher und die Gruppe zieht auseinander.
Durch die Wolken übers Feld
Den Trail erkennt man vor lauter Schnee nicht
Marc hat Spaß im Powder
Es macht Spaß und schont die Gelenke. Doch es kostet unendlich viel Kraft in dem zum Teil kniehohen Schnee zu rennen. Unsere tierischen Begleiter, zwei Hunde, können ihr Glück kaum fassen und toben sich aus. Vermutlich werden sie die anschliessende Woche dem Tiefschlaf verfallen.
Tiefschnee-Spaß auf dem Trail, auch für Hunde
Nach vier Kilometern teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Ich schliesse mich der kürzeren Variante mit Marc an. Während wir den direkten, und sehr technischen Downhill, durch den Wald nehmen, rennen die anderen einen großen Bogen aussen herum.
Downhill im Schnee
Im Downhill rutschend hinter Jörn
Sie verpassen defintiv ein Highlight. Der Weg ist kaum erkennbar und wir rutschen von Baum zu Baum. Es macht Spaß, aber es ist volle Konzentration angesagt. Weiter unten setzt der Tau ein und es regnet von den Bäumen wähend der Trail nur noch Matsch und Bach ist. Der Wasserfall welchen wir queren schiesst mit gigantischen Wassermassen über die Klippe ins Tal.
Am Wasserfall entlang
Gruppenbild am Wasserfall
Nach dem glitschigen Abstieg folgt ein Uphill durch den Schnee und umgestürzte Bäume zum nächsten Wasserfall. Später kommen wir zu einem Aussichtspunkt. Zeit für das Gruppen-Selfie.
Gruppen-Felsen-Selfie
Nach einiger Zeit holt uns die Gruppe der langen Runde ein und wir stapfen gemeinsam durch den immer tiefer werdenden Schnee. Das wird extremen Wadenbrennen geben. Und einen ausgewachsenen Muskelkater.
Jörn der Modezarr in seinen heißen Tights
Bevor es wieder auf den Forstweg geht, wo wir bis zu den Oberschenkeln im Schnee treten, geht es nochmal senkrecht einen Hang hinauf. Echt Freidynamik!
Markus am Hang
Sebastian macht die rote Laterne - in Grün
Doch auch diese Strapazen lassen wir hinter uns und werden mit Brownies an der Hexen-Hütte gefüttert. Inzwischen kriecht die Kälte in den Körper und alle drängen auf den Rückweg.
Magst ein Brownie?
Die Härte zum Schluß
Die Wege sind immernoch tief verschneit. Doch irgendwann schaffen wir es wieder auf die befestigte Straße welche uns nach St. Märgen führt. Bis zur Waldkante ist es ein gemütliches Laufen-lassen. Doch dann die Bäume sind weg und es weht ein unablässig kalter, eisiger Wind mit Schneegraupel. Mit zugekniffenen Augen rennt jeder was er kann. Holt das Letzte aus sich raus um schnell im warmen Haus zu sein.
Sehr unangenehm. Jedoch auch bald zu Ende. Ich komme am Hirschen an und drinnen ist es wohlig warm. Duschen und Sachen ins Auto.
Bei Bier, Cola, Flädlesuppe und Zupfkuchen lassen wir es uns gut gehen und den Tag ausklingen. Es war eine feine Runde mit netten Leuten und sau anstrengend!
Danke Marc und Sebastian!
Bis 2017! (Spätestens)
P.S.: leider sind die Bilder aufgrund der Witterung (dunkel, nass etc.) nicht ganz so toll geworden wie ich es gerne gehabt hätte. Zu unscharf und verrauscht. Das müssen wir wohl im Sommer wiederholen.
Am Rande: Jeder der mich fragte ob das mit der Kamera im Regen gut geht. Ja ging es. Nur der Spiegel bzw. die Mechanik hat nach dem Trocknen ausgesetzt. Vermutlich die Kälte denn nass war sie innen nicht. Sie kommt nun in die Klinik und wird repariert. Und da ich schon seit längerem die inzwischen 7 Jahre alte Canon ersetzen wollte werde ich Freitag shoppen gehen! Eventuell liegt es auch an meiner Serie "Das perfekte Trailrunning-Foto". Denn da geht in dieser Woche Teil II "Ausrüstung" online. Karma?!