Vorbereitung auf den Wettkampf – 4 Tipps für Angsthasen

29. August 2014 in Alles Kopfsache

Die Tage vor einem Wettkampf mit mir zu verbringen ist kein schönes Unterfangen. Nervös hin und her laufend, Nachts nicht schlafen können, normal. Was habe ich vergessen? Muss ich noch etwas besorgen? Lieber nochmal nachsehen!

Für mich steht morgen der Sardona UltraTrail im Pizol Gebiet an. Es ist nicht mein erster Wettkampf, aber auf jeden Fall der Erste bei dem ich über 50 Kilometer gemeldet bin. Genau sind es 58 Kilometer mit wahnsinnigen 4100 Höhenmetern. Im letzten Jahr war es schon auf der Kurzstrecke mit 20km und 1.500 hm nicht einfach. Doch 58km sind nochmal eine andere Hausnummer!

Wer mich ein bisschen kennt weiß das ich zu Planung, Fünffach- Kontrolle und einfach Sicherheit neige. Daher kommt es durchaus vor das einen Tag vor einem solchen Event bei mir die Sicherungen durchbrennen. So auch gestern geschehen. Inzwischen habe ich mir aber einige kleine Routinen zugelegt die mich etwas ruhiger werden lassen.

1. Das Second-Life

Nein, du sollst nicht Schizophren durch die Gegend laufen, aber du stehst am Start und musst zum Ausrüstungscheck. Verdammt die lange Hose fehlt… das könnte ich theoretisch sein da ich lange Hosen eigentlich nur bei minus Graden anziehe und immer nur wegen der Pflichtausrüstung mitschleppe. Daher kommt das Second-Life, Dein „zweites Ich“ zum Einsatz.
Bevor ich alles in die Tasche packe breite ich alles aus und gleiche es mit der Ausrüstungscheckliste ab. Alles dabei? Dann ab in die Tasche und zu!
(das ich trotzdem noch 5x schaue ob alles dabei ist… mein persönlicher Wahn!)
(Bilder K42, Madeira SeconsLife)
Aber nicht nur das Second- Life hilft Dir. Auch die anderen Sachen welche du mitnehmen willst oder musst (Handtuch, Wechselzeug, Zahnbürste,…) legst du am Besten bereits eine Woche vorher in eine Ecke und „sammelst“ dort. So siehst du was du noch waschen musst.

Second-Life Madeira

Second-Life Madeira

Second-Life Köln

Second-Life Köln

2. Mache eine grobe Laufplanung

Natürlich kann man einen Lauf nicht bis ins kleinste Detail vorausplanen oder vorhersehen. Mich aber beruhigt es schon vorher sehr grob zu wissen was mein Ziel sein könnte. Anhand von Streckendaten und Erfahrungen schätze ich meine Pace auf verschiedenen Abschnitten. Vorallem um zu sehen wie weit ich von den CuttOff’s entfernt bin und wo es en werden könnte.
Für das Wochenende ist es klar: Bis Wildseelugen etwas Gas geben und bis Batöni (nur Downhill) rollen lassen. Dort entscheide ich mich dann ob ich auf die Marathondistanz abbiege oder weiter auf dem UltraTrail bleibe. Wenn es mir sehr gut geht und das Wetter mitspielt bleibe ich und habe dann sieben oder Acht Stunden bis zum nächsten CutOff… und so weiter.

SUT58K RacePlanner

SUT58K RacePlanner

3. Kenne die Strecke

Es mag eine persönliche Kopfsache sein, aber ich schaue mir die Strecke und das Höhenprofil sehr genau im Vorfeld an. Einerseits um grob zu wissen was auf mich zu kommt, aber vor allem das ich meine Kraft einteilen kann. Kommt am Ende nochmal ein Anstieg? Wann und wie lange kann ich Gas geben im Downhill? Ist viel Straße dabei wo ich eventuell wandern muss um keinen Kopfschaden zu bekommen? (bin Straßen- und Forstwegallergiker)
Wenn ich dies im Kopf habe schlafe ich besser und kann mich auf die Strecke freuen. Da ich nicht alles laufen kann, teile ich mir die Kräfte dann so ein das ich auf den schönen Abschnitten Gas geben kann und es zu einem tollen Wettkampf werden kann.
Streckenplan

4. Musik auf die Ohren!

Such Dir für die Zeit vor dem Start, zum Sachen packen und sonstiger Zeit in der du Nervös bist Deine Playlist mit Deinen Lieblingssongs heraus. Bei mir gibt es zu jedem Wettkampf eine eigene Playlist (meine 4Trails Playlist) auf dem iPod. Die höre ich dann querbeet am Abend davor und am Morgen vor dem Start. „Mitsing- Lieder“ sind perfekt. Verschaff Dir gute Laune!

4 Trails 2014 Playlist

4 Trails 2014 Playlist

Was sind eure Routinen und Rituale?

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