Madeira Island Ultra Trail 2016: km42-47 Pico Ruivo zum Pico Areeiro

17. Februar 2016 in Trailrunning

„Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, liegen darunter verborgen …“ sang bereits Reinhard Mey. Ja, über den Wolken sind wir während des MIUT hoffentlich. Ob jedoch Ängste und Sorgen auch so fern sind ist fraglich.

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Noch 66 Tage bis zum MIUT

Der Lauf ist gespickt von endlosen Anstiegen und gewaltigen Downhills. Ich als „Sturzängstler“ kommen wirklich sehr auf meine Kosten. Bis zur Boca do Risco (siehe Bericht zu dieser) muss ich noch nicht einmal warten: Der Abschnitt zwischen dem Pico Ruivo und Pico Areeiro bietet bereits spektakuläre tiefe Abgründe um das Gesicht grün werden zu lassen.

MIUT 2016: Vom Pico Ruivo zum Pico Areeiro

MIUT 2016: Vom Pico Ruivo zum Pico Areeiro

Haben wir den Anstieg mit über 1.100 Höhenmetern von Curral das Freiras geschafft, erwartet uns zwischen den beiden höchsten Punkten Madeiras ein atemberaubend schöner Weg.

Nicht nur schön – vor allem Atem raubend!

Stufen. Unzählig Stufen gibt es hier. Unterschiedlich hoch – es soll ja nicht zu einfach werden. Dazu einige Tunnel (im November habe ich mir eine fette Beule geholt weil ich an der Decke anstiess) und wacklige Holzkonstruktionen.

Wacklige Holzkonstruktionen

Wacklige Holzkonstruktionen

Wie der Weg im April zum MIUT tatsächlich aussieht wissen wir nicht. Zu oft musste die Strecke kurzfristig verändert werden eil es einen Steinschlag gab. Oder direkt der Weg komplett abgebrochen ist. Sehr entmutigend dies zu wissen.

Und auch Leitern gibt es

Und auch Leitern gibt es

Bei schlechtem Wetter, Wind und Regen wird es jedoch ein Kampf. Es kann verdammt kalt und stürmisch werden. Die schmalen Pfade an den Abgründen werden dann zur rutschigen Schlitter-Partie. Im Zweifel werde ich wohl auf den Knien rutschen müssen.

Tiefe Abgründe auf dem Weg zum Pico Areeiro

Tiefe Abgründe auf dem Weg zum Pico Areeiro

Bei schönem Wetter ist es jedoch ein Traum dort zu laufen. Der Wind ist kühl, doch die Sonne wärmt. Die Aussicht über die ganze Insel, zu allen Küstenlinien und mit etwas Glück bis Porto Santo.

Unterhalb des Pico Ruvio nahe des Refugio

Unterhalb des Pico Ruvio nahe des Refugio

Tief geht es hinunter

Im Gegensatz zur Boca do Risco hat es hier teilweise Seile bzw. Absperrungen welche einen Hauch von Sicherheit vermitteln. Testen empfehle ich dennoch nicht.

Haben wir es dann mit den letzten Grat-Überschreitungen geschafft, erreichen wir das Observatorium auf dem Pico Areeiro. Ab hier geht es fast ausschliesslich nur noch nach unten. 40 Kilometer bergab. Nur einen Anstieg von Ribeiro Frio nach Poiso (der beste Verpflegungsstand!) gibt es ab diesem Punkt noch.

Über den Wolken von Madeira

Über den Wolken von Madeira

Ein solches Wetter wäre ein Traum

Ein solches Wetter wäre ein Traum

Wenn ich den Pico Areeiro verlasse ist es bereits später Nachmittag. Ich werde den Downhill schnell angehen um so viele Kilometer wie möglich vor Einbruch der Dunkelheit zu schaffen. Je nach Training vielleicht sogar bis Larano?

Ob ich im April auch noch lachen kann?

Ob ich im April auch noch lachen kann?

Es wird uns so oder so eine anspruchsvolle und erlebnisreiche Strecke und Landschaft erwarten. Ob bei gutem oder schlechtem Wetter. Alles hat seinen Reiz und Kampfgeist benötigt es auf jeden Fall.

Warst du bereits auf den höchsten Punkten Madeiras?

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