London: Das bessere Berlin!

8. November 2014 in Reisen

Ein Workshop, leckere Curries, noch besseres Bier und viele unvergessliche Erlebnisse und Orte. Mein erstes Mal London.

Werbung: Alle mit * gekennzeichneten Links sind Werbelink, auch "Affiliate-Links" genannt. Für dich als Benutzer entstehen keine zusätzlichen Kosten oder Gebühren. Solltest du etwas kaufen erhalte ich eine kleine Provision dafür. Dies ermöglicht mir weiterhin diese Seite zu betreiben, zu leben oder neues Equipment zu beschaffen. Mehr Informationen findest du hier.

Es gibt Zufälle und es gibt tolle mitdenkende nette Menschen! Solch ein netter Mensch ist meine Trainerin Julia (Trailschnittchen). Vor einiger Zeit machte sie mich auf einen ActionPhotography Workshop mit Ian Corless aufmerksam. Ian ist einer der wichtigsten Fotografen und Journalisten (sein Podcast ist TalkUltra) im Bereich Trailrunning. Er reist jedes Jahr mit dem Skyrunning Zirkus um die Welt. Das könnte tatsächlich spannend sein.

Knackpunkt: es ist in London. Wegen drei Stunden nach London? Nein, also direkt drei Tage daraus gemacht. Der Urlaub war genehmigt, der Flug gebucht und ein Zimmer war auch schnell gefunden.

Aufpassen! Linksverkehr!

Aufpassen! Linksverkehr! Zuerst nach Rechts! Oder… doch, ja

Die Wahnsinnigen! Look right, then left!

Der Flug von Zürich am späten Abend war leer und kurzweilig. Buch lesen und schlafen. Beine ausstrecken und bei Regen in London- Heathrow gelandet. Das Ticket für den Heathrow-Express, der schnellsten Verbindung in die Londoner City Paddington Station), konnte ich bereits bei der Gepäckausgabe kaufen. Natürlich wäre U-Bahn fahren günstiger gewesen jedoch war es spät und ich wollte ins Bett und außerdem, mein erstes Mal in London und ich hatte keine Lust auf Stress. Rucksack geholt und fast der erste Unfall! Rolltreppe… Linksverkehr… diese Wahnsinnigen! Selbst die Rolltreppen sind anders gepolt. Das könnte noch spannend werden wenn ich hier scheitere. Wie soll es im Straßenverkehr werden?

20 Minuten Fahrt durch die verregnete Nacht und ich wurde in Paddington in die Stadt entlassen. Ein wenig kam der Eindruck auf ich wäre in Indien gelandet. Überall Inder, Inder… die Schilder erinnerten mich jedoch wieder daran wo ich war. Zu Fuß war es nicht weit bis zu meinem AirBnB Zimmer. Ery machte mir auch direkt auf und zeigte mein Zimmer. Natürlich nachdem sie erstmal betonen musste wie groß ich denn bin.  Wäre mein Englisch perfekt hätte ich ihr Komplimente über ihre Figur gemacht. Sie ist Fitness Trainerin. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Das Zimmer bestand aus Bett, Couch, Tisch und Stuhl. Mehr brauchte es auch nicht.

Nach einem Besuch im Pub legte ich mich erschöpft hin und schlief direkt ein. Wie bereits in Tromsø und Berlin schlief ich sehr gut. Vielleicht bin ich für AirBnB gemacht?!

Guten Morgen...

Guten Morgen…

Wahrscheinlich hätte ich bis spät in den Tag schlafen können, aber ich wollte London erleben. Daher ging es um Acht Uhr raus und unter die Dusche.

China Town

China Town

Tee, Bier und das beste Curry seit Ewigkeiten – eine Stadterkundung

Im Gegensatz zu den vielen Reisen zuvor hatte ich mich diesmal nicht vorbereitet. Bewusst! Ich wollte unbeirrt durch die Stadt ziehen und London auf mich wirken lassen. Anders erleben als die MainStream- Touristen! Wie ich das schaffen wollte? Zu Fuß gehen! Immer wenn mir etwas gefiel und sah die Gasse noch so Mißtrauenserweckend aus, reingehen.

Vor dem Workshop am Donnerstag hatte ich noch einige Zeit und wollte von Paddington bis Shoreditch laufen. Via Regent Park, Soho und ChinaTown bahnte ich mir meinen Weg. Ich könnte nicht nachzeichnen oder sagen wo ich war oder gelaufen bin, aber es lohnte sich. Ob es die niedlichen Eichhörnchen im Regent Park waren, die vielen Oldtimer oder die liebevoll gepflegten Häuser und Gärten. Es zog mich in den Bann wie wenige Städte zuvor. Auch war es überraschend sauber für eine solche Großstadt.

Eichhörnchen im Regent Park

Eichhörnchen im Regent Park

Regent Park

Regent Park

Britisch: Land Rover

Britisch: Land Rover

Oldtimer in Soho

Oldtimer in Soho

Die Entdeckung der Langsamkeit, treiben lassen und Tee trinken. Immer wenn ich dachte jetzt muss ich mich aber beeilen um noch das und das zu sehen… setzte ich mich in eine Bar, trank Tee oder ging in den Pub (und trank Bier, Belgisches). Bewusst langsam sein, entschleunigen und das Erlebte wirken lassen tat mir sehr gut. Meine Kamera fand immer wieder Motive. Die Fonts der Pubs und Werbeschilder, ich hätte am liebsten alles fotografiert so inspirierend war es.

Sonnenuntergang an der Themse

Sonnenuntergang an der Themse

Auch an den Abenden. Der Sonnenuntergang an der Themse war gingantisch. Ursprünglich wollte ich zur TowerBridge, aber nachdem ich am BigBen von den Tausenden Touristen fast erschlagen wurde reichte mir die Distanz um sagen zu können: Du hast es gesehen. Reicht!

Big Ben

Big Ben

Tower Bridge

Tower Bridge

Spannend gestaltete sich auch immer wieder die Suche nach einer Toilette. Ihr wollt es vielleicht nicht lesen, aber es muss erwähnt sein. Denn den ganzen Tag unterwegs da muss man die Augen offen halten. Besonders drückend war es beim „London Eye“, dem Riesenrad. Ich fand die öffentliche Toilette nicht und musste bis Waterloo Station wandern. Aber auch das hatte seinen Vorteil. Auf dem Rückweg lief ich über einen Markt mit fernöstlichen Fressbuden und aß ein Falafel mit Halloumi. Lecker! Auch an einem Skater Park wo Tricks geübt worden kam ich vorbei und wurde ob des Gras- Geruches fast betäubt.

Nähe Waterloo Station

Nähe Waterloo Station

Skater Park

Skater Park

Der Freitag war komplett frei und ich wanderte quer durch die Stadt und nutzte auch die Underground „The Tube“. Zu Deutsch: Die Tube! Ich bin nicht kompakt und musste den Kopf einziehen. Auch war es eine brüllende Hitze. Im Winter muss es sehr krass sein wenn oben minus 10 Grad sind und unten 30 Grad Plus. Am Besten kauft ihr euch ein Tagesticket oder die OysterCard um preiswert unterwegs zu sein.

Underground Station Notting Hill Gate

Underground Station Notting Hill Gate

The Tube - Notting Hill Gate

The Tube – Notting Hill Gate

Underground Station

Underground Station

Station Earls Court

Station Earls Court

Bar in Soho

Bar in Soho

Haus in Chelsea

Haus in Chelsea

Kreuzung in Soho

Kreuzung in Soho

No Spam!

No Spam!

Am Samstag hatte ich die Ehre von Carina (TravelRunPlay) Shoreditch und die Street Art gezeigt zu bekommen. Wahrscheinlich wäre ich nie in die Gegend gekommen, und hätte wirklich etwas verpasst! Danke für die Street Art Tour und das ich danach auch noch eines der leckersten Curries (Malayisch) gegessen habe!

Mann StreetArt

Mann StreetArt

Morgendliche Routine – ein Läufchen im HydePark

Würde ich länger in London sein dann würde ich wohl jeden Morgen zur Begrüßung des Tages eine Runde in einem der vielen Parks laufen gehen. Freitag und Samstag war ich im HydePark und drehte ein paar Runden. Das hat mir so sehr gefallen das ich es direkt in einen eigenen Post geschrieben habe: Warum auch du im HydePark laufen solltest!

Vor dem Kennsington Palace

Vor dem Kennsington Palace

Vorallem die Flucht in diese Ruheoase mitten in der Stadt und der Tee- Stopp. Ein toller Beginn des Tages.

Der eigentliche Grund – Ian Workshop und Trail in Motion

Donnerstag am späten Nachmittag war es bereits soweit. Der Workshop zum Thema „Action Photography“ mit Ian Corless. Ian erzählte über sich, seine Arbeit, wie er was macht, warum und was beachtet werden sollte. Viel Neues war für mich nicht dabei. Es tat jedoch sehr gut zu merken das ich auf dem richtigen Weg bin und schon so vieles umsetze. Es waren die Feinheiten welche es für mich so spannend machten. Die „i- Tüpfelchen“ welche er als Profi mit jahrelanger Erfahrung anders macht. Zum Abschluß gingen wir raus auf die Straße, probten den „Ernstfall“ und besprachen die Ergebnisse. Okay, mein Englisch ist verbesserungswürdig, aber es reichte um gut zu verstehen worum es geht.

Workshop mit Ian Corless

Workshop mit Ian Corless, ganz rechts Mauricio, mein Portugisischer Freund

Workshop mit Ian Corless

Workshop mit Ian Corless

Das Schönste war das Mauricio auch dabei war! Ihn habe ich 2013 beim Madeira UltraTrail kennengelernt und wie der Zufall es wollte wohnte er nun in London und der Workshop war auch für ihn das Richtige. So sahen wir uns wieder, redeten und tranken danach noch ein Bierchen zusammen.
Am Samstag Abend war noch die „Trail in Motion“ Filmtour. Ein gemütlicher Abend zusammen mit anderen Läufern und sieben Filmen über Trailrunning Abenteuer. So lernte ich auch Sebastien Chaigneau kennen. Einen sehr sympatischen französischen Trailrunner vom Team TheNorthFace.
Die Events fanden alle in einer Galerie im Shoreditch statt und wurden vom Laufmagazin „LikeTheWind“ veranstaltet. Tolle Leute mit noch besseren Ideen welche ein Magazin auf die Beine gestellt haben was seines Gleiche sucht! Direkt Ausgabe zwei und drei gekauft und die Erste wird mir exklusiv noch zugesandt. Danke! Liebevoll illustriert mit spannenden Geschichten. So muss ein Magazin sein. Mit neun Pfund teurer, dafür ohne Werbung und wertig.

In Mitten von Leuten

In Mitten von Leuten

Und warum ist London besser als Berlin?

Inzwischen bin ich zum Land- Ei geworden. Berlin ist groß. London noch größer. Und eigentlich mag ich es nicht so groß. Trotzdem fühlte ich mich in London besser und wohler als in Berlin. Vielleicht liegt es einfach an der anderen Sprache, das Ferne oder die andere Mentalität. Ich kann es wirklich nicht sagen, außer das mir London sehr gut gefiel und ich eher den Drang habe wieder dorthin zu fahren als nach Berlin.

Es waren erlebnisreiche Tage und es wird nicht ewig dauern bis ich wieder in London aufschlage. Es gibt noch viel zu sehen, zu essen und noch mehr zu entdecken.

Übrigens, es war „typisches“ Londoner November Wetter! 22 Grad und wolkenlos. Erst bei meiner Abreise am Sonntag regnete es.

Hast du Tipps für meinen nächsten London Trip? Was sollte ich unbedingt sehen?

Meinungen & Diskussion

Ich freue mich auf rege Diskussionen und vor allem deine Meinung.
Bitte beachte vor dem Schreiben deiner Meinung/ Kommentar bitte die Datenschutzerklärung.

  1. Kann Deine Begeisterung verstehen. Hatte vier super Jahre dort.
    Meine Tip:
    – Fußball gucken bei West Ham FC, auch wenn Du keine Fan bist, einfach die Stimmung genießen.
    – Samstag Morgen Frühstück auf Borough Market
    – Tate Modern Gallery
    Und mein persönlicher Lieblingsplatz:
    Greenwich – super schön dort mit einem Spaziergang unter der Themse durch und hinterher noch einen Pie

    1. Kommentatoren Gravatar Robert sagt:

      Danke Markus. Werde ich mir merken. Das Greenwich toll sein soll habe ich jetzt schon mehrfach gehört.
      Das nächste Mal nehme ich einfach einen Ortskundigen mit

  2. Kommentatoren Gravatar Mandy sagt:

    Hallo Robert,
    schöner Bericht und interessante Eindrücke, die Du da aus London mitgebracht hast. Meiner Meinung nach kann man eine so riesige Stadt wie London auch nur genießen in dem man entspannt bleibt und sich treiben lässt. Als ich im Mai dort war, haben eine Freundin und ich das gleiche getan. Wenn man nur den Sehenswürdigkeiten hinterherhechelt, wird man so schnell gestresst und dann machts keinen Spass. Jedenfalls sehe ich das ebenso wie Du.
    Liebe Grüße
    Mandy

    1. Kommentatoren Gravatar Robert sagt:

      Lieben Dank Mandy!
      Aufgrund dessen ist direkt eine neue Idee entstanden (http://totallLOST.in)
      Mal schauen wie es sich entwickelt.

  3. Kommentatoren Gravatar Sophia sagt:

    Beim stöbern auf deiner Seite ist mir gerade der London Post ins Auge gesprungen – geniale Bilder! Du hast wirklich ein Auge für tolle Fotomotive :)

    Da ich Anfang April auch nach London fliege war es eine schöne Inspiration.

    Liebe Grüße
    Sophia

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.