#003: Carsten Reichel – Rock’n Trail, Italien und DNF-Quoten

18. Juli 2016 in PodcastTrailrunning

Wir sprechen über die Unterschiede im Trailrunning zwischen Italien und Deutschland, Equipment-Wahn und DNF-Quoten.

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Link zum Video

Carsten kenne ich schon seit über zwei Jahren. Unsere Kennenlern-Geschichte fing nicht auf dem Trail an, sondern bei einem flachen Stadtlauf (mehr dazu im Interview).

Seitdem sehen wir uns immer wieder bei gemeinsamen Läufen. Vor allem das spannende und schöne Format „ThreeforTeam“ in Arenzano bei Genua bleibt mir in Erinnerung. Zu Dritt im Februar ein RoadTrip nach Italien und unterwegs auf traumhaften Trails mit Meerblick.

Carsten unterwegs auf den Trails in den Karawanken unweit des Wörthersee

Carsten unterwegs auf den Trails in den Karawanken unweit des Wörthersee

„Geht raus. Geht Laufen. Geht in die Natur.“

Aber auch kritisches wird angesprochen. Sei es der Ausrüstungswahn bzw. das Hochrüsten, aber auch die DNF-Quoten und Falscheinschätzungen mancher Teilnehmer von Trailrunning-Wettkämpfen.

Erst kürzlich veröffentlichte Carsten einen Artikel zum Thema welcher heiß diskutiert wurde. (den Artikel kannst du auf Rock’n Trail lesen)

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Beeindruckend und lobenswert fand ich die Antwort auf das „MustHave-Gadget-in-den-Bergen“: Ein Erste-Hilfe-Set.

Carsten im Internet

Website von Rock’n Trail
Rock’n Trail auf Facebook

Carstens Lese-Empfehlungen

Like The Wind Magazine
Ian Corless
IrunFar
Competitor Magazin

Das Interview mit Carsten zum nachlesen

Robert
Mein heutiger Gast kommt aus Konstanz, ist Familienvater, arbeitet, grob gesagt, im Marketing, ist Trailrunner und vor allen Dingen, ganz wichtig, „a echter Hofer“. Willkommen Carsten Reichel.
Carsten
Hi Robert. Grüß dich.
Robert
Erzähl doch mal kurz. Wer bist du? Was machst du?
Carsten
Tja, wie du schon gesagt hast, bin ein echter Hofer, komme also aus dem Bayernland oder eigentlich aus Franken. Mich hat es vor sieben Jahren hier an den Bodensee verschlagen, beruflich seinerzeit. War dann hier eben unterwegs, habe die Berge schon immer geliebt. Habe sie dann hier noch mehr lieben gelernt und seit Jahren hier auch als Trailrunner unterwegs. Hab dann auch im Verein die Trailrunning-Abteilung übernommen um da eben dann auch die ganzen Schulungen zu machen und das ganze Training auch mit hier zu veranstalten.
Robert
Jetzt könnte man ja sagen, hier, also jetzt sehen wir hier auf Hegau Schienerberg gehört glaube ich auch noch zum Hegau dazu. Konstanz, na ja gut, da hat man ein paar Hügelchen. Ist das was anderen, als in den Alpen laufen?
Carsten
Ja natürlich ist das was anderes, aber Trailrunning ist halt nicht nur festgelegt auf die Berge, sondern Trailrunning bedeutet ja eigentlich, jetzt mal so grob auf deutsch übersetzt, dass ich halt auf engen Pfaden, auf Trampelpfaden unterwegs bin und Trampelpfade können halt auch mal auf der Ebene sein. Das könnte genauso am Meer oben entlang sein. Ich kann in Rügen, kann ich auch Trails laufen. Also das ist eigentlich egal. Natürlich sind die Mittelgebirgstrails, haben eine andere Herausforderung, als die Alpentrails. Ich finde sie stellenweise sogar spannender, weil du halt nicht diese ewig langen Anstiege hast, sondern weil du also immer dieses stetige auf und ab hast und immer wieder diese Forderung für deinen Körper hast. Du hast halt immer wieder kurze, steile Anstiege, wieder Abstiege, wieder Aufstiege, also hast nie mal einen langen Downhill, wo man sich mal Entspannen kann, sondern du hast halt immer dieses Auf und Ab, Auf und Ab.
Robert
Also so ungefähr wie auf unserer, na ja, Lieblingsstrecke zwischen Wallhausen, Marienschlucht und Bodman, die jetzt leider zwar gesperrt ist, aber da ist es halt quasi auch so, dass man entlang des Wassers hoch und runter, links, rechts…
Carsten
Genau. Genau.
Robert
Was nicht viele Höhenmeter macht, aber doch extrem anstrengend ist.
Carsten
Och na ja, auf den 20 km hast du auch 900 Höhenmeter, also …
Robert
Okay.
Carsten
Da gibt es genügend Alpinestrecken, die da auch mit rein rutschen.
Robert
Trailrunning gibt es auch am Meer, wie du ja gerade schon gesagt hast. Jetzt sind wir aber bei VitaminBerge. Es geht um die Berge. Ab wann ist es für dich ein Berg? Ist der Schienerberg jetzt hier auch schon ein Berg oder ist das eher ein Hügelchen? Ist das eher so ein, ja, kleiner Nippel im Flachland?
Carsten
Na ja, wenn ich unten, wenn ich von ganz unten im Tal anfange und hoch laufe, mache ich auch mal 350 Höhenmeter am Stück. Das finde ich auch schon eine anständige Strecke, die man laufen kann und dann, natürlich ist das kein Berglauf. Ich sage mal so ein Berg ist da, wo ein Gipfel ist, also wo ich ein Kreuz oben sehen kann und der Schienerberg hat tatsächlich auch ein Kreuz oben, also…
Robert
Okay.
Carsten
… ist es auch ein Berg.
Robert
Ja. Wir sind ja hier gerade geflüchtet, in die Wiese, weil ursprünglich waren wir dort drüben, an so einer kleinen Kapelle, wo man auch bis zum Säntis, über die ganzen Alpen gucken kann. Leider haben uns dort, wir wissen nicht ob es Hornissen oder Bremsen, auf jeden Fall mega fette Dinger, aufgefressen. Deswegen mussten wir jetzt hierhin flüchten, ist aber jetzt auch nicht schlimm.
Robert
Genau, aber nicht ganz so lästig. Das heißt du bist eigentlich nur in den Bergen unterwegs?
Carsten
Nee, ich bin eigentlich querbeet unterwegs, also durch ganz Europa. Hauptsächlich Südeuropa: Österreich, Schweiz, Italien und natürlich auch viel in Deutschland. Natürlich da auch viel im Mittelgebirge, weil, ich sage mal, so in den Alpen ist jeder. Es gibt halt so ganz viele Mittelgebirgstrails, die noch erkundet werden sollten und erkundet werden müssen und das ist so eine von meinen Aufgaben mit.
Robert
Wir haben uns beim Straßenlauf kennengelernt.
Carsten
Das stimmt. In Singen.
Robert
In Singen beim Stadtlauf, bei Kilometer sieben oder so was.
Carsten
Robert kurz vor dem sterben.
Robert
Wo ich vor dem sterben war und da laufen zwei an mir vorbei und reden über Trailrunning-Schuhe und da dachte ich mir: „Da bist du richtig!“ Dran gehängt und seitdem kennen wir uns eigentlich.
Carsten
Richtig genau.
Robert
Laufen ab und zu mal. Sehr nette Geschichte irgendwie.
Carsten
Ja. War sehr spannend damals und ich weiß noch du wolltest damals unbedingt unter einer Stunde die zehn Kilometer schaffen und hast, weil du irgendwie mit deiner damaligen Frau eine Wette hattest, dass du dann bei irgendeinem anderem Event starten darfst.
Robert
Wenn ich das unter dieser Zeit schaffe, dann, ich glaube Zugspitze wollte ich damals, auch wenn das dann was anderes geworden ist, aber irgendwas war da, ja.
Carsten
Genau.
Robert
Aber ich habe es dann nicht geschafft. Ich glaube ich habe es aber dann doch geschafft, das hat aber andere Gründe. Du hast dein eigenes Team, beziehungsweise deine Seite „Rock’n Trail„. Warum „Rock’n Trail“?
Carsten
Tja sieht man ja schon. Ich bin so ein alter Rock and Roller.
Robert
Wie alt?
Carsten
45 inzwischen.
Robert
Okay.
Carsten
Ich habe immer so etwas gesucht, was so zwischendurch war. Ich hatte ganz am Anfang hieß das Ganze „Run with us“, das war mehr so Straße und Trail. Habe dann aber gemerkt, dass die Trailschiene eigentlich die Spannendere ist und das man da viel mehr machen kann und weil es halt auch meine Leidenschaft war, ganz einfach, also raus gehen und da Laufen wo ich will. Ohne irgendwelche Zwänge dahin zu gehen und das „Rock’n Trail“ eigentlich auch darstellen, das rausgehen da laufen, Spaß haben, die Trails abrocken, wie man so schön sagt. Das war so die Zielsetzung und deswegen ist auch der Name so wie er ist.
Robert
Du bist ja auch zweimaliger oder dreimaliger Finisher vom Gore-Tex Transalpine-Run, also in acht Tagen über die Alpen. Wie war das so? Ist das dann beim zweiten Mal einfacher und beim dritten Mal schon langweilig?
Carsten
Nee. Nee es ist ja immer wieder was Neues. Ich sage mal so acht Tage Laufen ist ja nicht so, dass ich jeden Morgen aufstehe und sage so: „Boah super. Toll. Heute wieder Laufen.“ Die Schmerzen kommen trotz alledem wieder und man wacht dann morgens auf und geht ins Bad und denkt so: „Boah, wie soll ich da heute jemals 40 Kilometer laufen?“, aber irgendwie steht man dann am Start und dann geht es urplötzlich wieder und dann läuft man seine 40 Kilometer und alles ist gut. Es ist halt ein extremer Aufwand in der Vorbereitung und klar, es ist ein Ziel, von jedem Mal, so eine Alpenüberquerung zu machen. Es ist so ein Wunschtraum. Ich konnte mir den zweimal erfüllen und habe den auch zweimal ganz gut gemeistert, wie ich glaube. Hatte immer meinen Spaß dabei gehabt. Den darf man nie verlieren und dann funktioniert das auch einigermaßen, aber wie gesagt die Vorbereitung ist halt das Wichtige. Genauso wenn ich halt an einen normalen Lauf rangehe.
Robert
Letztes Jahr bist du glaube ich nach der zweiten Etappe ausgestiegen. Danach hast du dich, glaube ich, in deiner Rolle als Teamchef ganz wohl gefühlt. Wie ist es wenn da nicht mehr mit rennen kann. Man ist trotzdem am Berg, man will eigentlich, aber man weiß auch es geht nicht und dann hat man da, du hast glaube ich zwei Teams am Start und auch nicht wirklich langsame Leute, mit dem Michael Arend und der Kathi Schichtl. Doch ein sehr gutes, schnelles Team. Wie ist das dann? Drückt das auf die Seele?
Carsten
Ja, natürlich. Wenn du raus musst… Mir hat damals die Hitze einfach zu sehr zugesetzt und die Hitze ist nicht so sehr mein Fan. Deshalb liebe ich es auch, wenn ich in den Bergen laufen kann, wenn es ein bisschen kühler ist.
Robert
Da gibt es auch nicht diese Viecher hier.
Carsten
Aber da ist es halt dann einfach so, dass man dann schon am Start steht und denkt so: „Jetzt könnte ich eigentlich auf der anderen Seite von der Linie stehen.“ und ich habe mich aber dann dem Schicksal gefügt und habe das eigentlich ganz gut gemeistert, das Thema und bin dann auch in einer anderen Aufgabe auch mit aufgegangen. Was ich schon spannend fand und was auch gut war und du lernst halt auch ziemlich viel von deinem Trainerwissen, dann auch mit weiterzugeben. Das war halt mein Glück, dass ich halt auch eigene Trainingsgruppen habe und da halt auch das eine oder andere auch mit weitergeben kann. Aber natürlich steht man lieber auf der anderen Seite. Ich war jetzt in Cortina, bin da Skyrace gelaufen und als dann halt am nächsten Tag der The North Face Lavaredo UltraTrail anstand, den ich schon selbst gelaufen bin und du stehst dann da, beim Start und siehst wie sie alle loslaufen, da hat man schon ein bisschen Tränen in den Augen, das man hier nicht mitlaufen darf. Das ist schon was anderes.
Robert
Was ist der Unterschied zwischen einem Skyrun und einem Trailrun? Der Lavaredo ist ja eher Ultradistanz.
Carsten
Genau.
Robert
Also ich glaube Hundert …
Carsten
Neunzehn
Robert
Hundert-neunzehn Kilometer mit irre viele Höhenmeter. Um die drei Zinnen, was wunderschön ist, aber was ist ein Skyrun.
Carsten
Ein Skyrace, heißt das Ganze ja. Ein Skyrace ist eigentlich der einzige, fest definierte Lauf im Trailrunning. Der der wirklich eine fixe Definition hat. Das bedeutet du musst mindestens 1000 Höhenmeter haben im Lauf, auf egal welche Distanz und er muss mindestens 500 Meter Aufstieg am Stück haben. Das ist die Definition für ein Skyrace und alles was in diese Riege reingeht hat eben die Definition Skyrace. Kann als Skyrace verkauft werden.
Robert
Okay.
Carsten
Habe ich doch was gelernt, ne.
Robert
Ja gut ich war ja vor zwei Jahren in Tromsø bei dem Lauf von Kilian Jornet und Emilie Forsberg und das war ja auch ein Skyrace und damals gab es halt diese Diskussion, ob das denn wirklich ein Skyrace ist, weil es irgendwie mindestens so und so lange auf mindestens 2.000 Meter Höhe sein muss oder so. Deswegen.
Carsten
Also er muss über 2.000 Meter auch drüber rausgehen.
Robert
Genau, aber das haben sie jetzt angepasst anscheinend weil Tromsø ist ja jetzt auch offizielles Skyrace Series und da komme ich ja nicht über 1.400.
Carsten
Aber die haben ja diese 500 Meter direkten Aufstieg. Den haben die ja auch drin.
Robert
Den haben sie definitiv auch drinnen, ja.
Carsten
Das ist die Definition für, genau.
Robert
Wenn man dich bei Facebook folgt, gefühlt bist du eigentlich jedes Wochenende in Italien. Mindestens einmal. Du bist ein halber Italiener glaube ich. Wie kommt es dazu?
Carsten
Ja, war als Kind schon viel in Italien gewesen. Ich liebe das italienische Essen. Ich liebe die italienische Mentalität. Ich liebe einfach Italien und ich bin natürlich auch beruflich, durch „Rock’n Trail“, viel in Italien, weil die Trails, die es da zu laufen gibt, unglaublich sind. Es ist was ganz anderes, was man hier in Deutschland laufen kann. Du kannst halt tatsächlich von Meereshöhe bis auf 1.000 Meter hoch laufen und wieder zurück. Da haben wir dieses Meere und Berge miteinander verknüpft. Du hast dieses typisch italienische. Bei Wettkämpfen hast du, ja kulinarische Festmahle unterwegs. Es ist schon was besonderes in Italien zu sein und zudem habe ich einen Partner in Italien mit „Soul Running„, mit dem wir relativ viel auch gemeinsam machen. Gemeinsame Presseexkursionen wo wir neue Trailreviere uns anschauen in Europa und natürlich auch sehr, sehr viele italienische Trailreviere auch anschauen und des weiteren vermarkte ich auch viele italienische Läufe hier in Deutschland.
Robert
Bei einem Lauf durfte ich ja mit. Da hast du mich relativ kurzfristig mal angefragt ob ich nicht Lust hätte mitzulaufen. „TeamForThree“ in der Nähe von Genua.
Carsten
ThreeForTeam
Robert
ThreeForTeam“ Entschuldigung.
Carsten
Fang nochmal an.
Robert
Nein. Das wird nicht geschnitten. Im Dreierteam ein Halbmarathon mit 1.400 Höhenmeter irgendwie und richtig lustige Trails. Steinig, es ging hoch, es ging runter, es geht quer durch den Bach. Es ist… und, gut ich wurde getrieben von Buhali und von dir. Ihr seit wesentlich schneller, also Buhali, den hat es wahrscheinlich gelangweilt, so ein bisschen. Der hat noch nicht mal geschwitzt. War aber ein richtig spannendes Format. Warum gibt es denn so was in Deutschland nicht?
Carsten
Tja.
Robert
Also quasi der Transalpine-Run in Kurzversion.
Carsten
Ja, das ist genau der „ThreeForTeam“ ist eine sehr einzigartige Geschichte in Italien. Der findet ja immer im Februar statt. In der Nähe von Genua. Wunderschöne Berge auch mit dazu. Wie du auch sagst so: „Selbst die Asphalt oder die, ja die Forststraßen Passagen hatten stellenweise waren sie entweder so Steil oder hatten so große Wackersteine drin, dass man kaum anständig laufen konnte.
Robert
Richtig.
Carsten
Da fragt man sich, wie man da mit einem Forstfahrzeug drüber fahren möchte. Diese Formate gibt es bei uns gar nicht, weil der Trend in Deutschland eigentlich in eine ganz andere Richtung gerade geht. Man versucht irgendwo auch dieses Trailrunning zu, ich sage es mal so in Anführungszeichen, professionalisieren an die normale Laufwettkämpfe hinzunehmen und vergisst auch bisschen so den gemeinsamen Spaß mit unterwegs, aber ich kann dich beruhigen. Es wird in 2017 ein „ThreeForTeam“ Event in Deutschland geben.
Robert
Bin ich dabei, aber auch in Arenzano, also Genua, bin ich auch gerne dann wieder dabei im Februar.
Carsten
Da werden wir mit fünf Teams dieses Jahr starten. Da können wir dann vielleicht noch eine kleine Verlosung dann bei dir auf der Seite machen und noch mit einem …
Robert
Sehr gerne.
Carsten
…VitaminBerge-Team noch mit am Start gehen.
Robert
Sehr gerne. Was denkst du, was ist so der, also vorgestern war es auf Facebook so etwas mal hochgekommen, ein Artikel, bei laufen.de glaube ich, da ging es darum: Was macht denn einen Trailrunner aus oder wie muss er denn, also der moderne Hipster im Trailrunning, also da war ein Bild von Anton Krupicka und er ist ja dafür bekannt, dass er eigentlich nur mit Shorts und Schuhen startet und die Schuhe sind, na ja, ist halt, aber ansonsten, wenn er könnte, würde er wahrscheinlich nackt laufen. Hier in Deutschland ist das ja eher ein bisschen anders. Wie denkst du jetzt, innerhalb von Europa so, die italienische Trailrunning-Szene und die deutsche Trailrunning-Szene. Wie unterscheidet sich oder gibt es da gar nichts was sich unterscheidet?
Carsten
Doch die unterscheiden sich gewaltig. Man muss sagen so, die Italiener ist ja eine ganz große Laufnation. Die kommen ja vom Laufen. Die stellen glaube ich immer noch den Europarekord im Marathon. Die haben Spitzenläufer in dem Bereich und Trailrunning ist eigentlich so ein Nebenkriegsschauplatz in Italien. Wobei aber ganz viele aus dem Bergsport ins Trailrunning rüber gehen, also viel aus Südtirol, aus den Dolomiten. Das sind alles passionierte Bergläufer und Trailrunner. Da hast du halt eine wahnsinns starke Szene auch in Italien. Du hast in Italien dann auch in den Mittelgebirgen, hast du halt auch ganz andere Möglichkeiten laufen zu gehen und trainieren zu gehen. In Deutschland ist es halt so, in Deutschland ist halt Trailrunning ein Trendsport, der so langsam professionalisiert wird. Trendsport ist wie Snowboarden früher. Wir kommen jetzt halt in so eine neue Szene rein, wo der Sport ein bisschen in eine andere Richtung geht. Ein Trailrunner in Deutschland zeichnet sich aus, indem er das beste Equipment hat. Es ist eine riesige Materialschlacht in Deutschland und viele vergessen eigentlich beim Trailrunning dabei rauszugehen, bisschen laufen zu gehen.
Robert
Ich möchte dich mal ganz kurz unterbrechen. Hier kommt gleich der Traktor vorbei und dann hören wir wahrscheinlich nichts. Wir lassen den mal kurz passieren. Weg ist er. Weiter geht es.
Carsten
Gut. Ja es gibt halt hier so eine Materialschlacht, also jeder will halt das beste Equipment haben und will halt am hopsten ausschauen, aber ich sage immer: „Geht raus. Geht Laufen. Geht in die Natur.“ Das ist eigentlich Trailrunning und das hat nichts damit zu tun, ob ich jetzt die Klamotten von der Firma XY an habe oder die Schuhe, die der Läufer irgendwas trägt. Man soll einfach Spaß haben dabei und das ist eigentlich die wichtigste Message, die man mit rausgeben sollte, dass die Leute endlich mal wieder anfangen sollen Spaß zu haben beim Laufen und nicht so sehr über irgendwelchen Firlefanz nachzudenken.
Robert
Was denkst…
Carsten
Und ob ich jetzt lange Haare habe oder einen Bart habe oder nicht, das ist Wurst.
Robert
Was denkst du sind so die Mindestanforderungen, die jetzt jemand, ja meinetwegen kommt aus Berlin oder Hamburg, was sind so die Mindestanforderungen die er an Equipment einerseits haben sollte, aber auch an physischer Verfassung, also an der körperlichen Seite. Was sollte er trainieren um jetzt zum Beispiel Zugspitz-Supertrail, also den kleinen Ultra mit 63, dass er den bestehen kann.
Carsten
Klar, es kommt immer darauf an, was ich denn machen möchte und wo ich denn hingehe. Wenn ich in Berlin trainiere, dann muss natürlich nicht mit einem Drei Liter Rucksack, Trinkrucksack rumlaufen. Dann muss ich nicht die ganz dicke Regenjacke mit dabei haben und das Equipment. Wenn ich aber dann beim Zugspitz-Ultra unterwegs bin, dann ist es natürlich auch wichtig, dass ich natürlich schon meine Mindestausrüstung dabei habe, die er eben auch der Veranstalter vorschreibt, also das sollte schon mindestens dabei sein und dann muss ich halt, wenn ich aus Hamburg oder Berlin komme, zumindest mal eine gewisse Bergerfahrung haben, weil es ist halt anders ob ich da irgendwo in der, ja da im Spreewald durch die Gegend renne, oder ich halt im Wendelsteingebirge unterwegs bin. Da sind halt die Wege anders. Da laufe ich über 2.000 Meter. Da ist die Luft anders. Da muss ich mich schon dran gewöhnt haben. Das muss ich schon ein paar mal gemacht haben. Eine gewisse Trittsicherheit sollte man auch haben, aber vieles davon kann man trainieren, aber die Höhe die muss man halt einfach, sich heranarbeiten und dann muss ich halt nicht mit dem 63 Kilometern anfangen, sondern kann halt auch mit einer 25 Kilometer Strecke laufen. Also ich muss ja nicht immer gleich an die großen Dinger ran gehen, damit ich mich dann am Montag in das Büro setzen kann und kann sagen: „So ich habe den gemacht.“, sondern man kann auch Stolz darauf sein, wenn man die 23 Kilometer geschafft hat.
Robert
Also quasi sich langsam steigern.
Carsten
Genau.
Robert
Ich selber mache das ja auch oder habe das gemacht beim Madeira-Island-Ultratrail, also dem MIUT, bin ich dreimal die Marathondistanz gelaufen, dann habe ich gesagt: „Okay ein viertes mal wird jetzt bestimmt langweilig, also versuchst du jetzt mal die 85.“ Habe ich geschafft, allerdings nicht in der Zeit, wie ich es mir vorgestellt hatte, deswegen darf ich nächstes Jahr noch nicht den ganz langen machen, sondern den darf ich erst für mich machen, wenn ich den 85er vor Mitternacht beende. Also habe ich noch ein bisschen Zeit.
Carsten
Gut.
Robert
Also langsam herantasten. Ich habe das dieses Jahr aber noch aus einer anderen Sicht erlebt. Ich habe da einen Bericht vor zwei Wochen geschrieben: „Das Rennen eines anderen“. Ein Freund von mir, der Jan, der hat das ganz anders gemacht. Der ist eigentlich Straßenläufer, wollte aber seinen ersten UltraTrail laufen, wusste das er das alleine nicht schafft und gefragt, ob ich ihn begleite. ich bin genug inzwischen gelaufen und so. Er hat gelitten. Er hat gekämpft, aber er hat es geschafft und im Nachhinein gab es ja dann doch sehr viele böse Stimmen auch, ob des Wetters und der hohen DNF-Quote. Du hast da einen Artikel geschrieben, der ja durch die Decke ging. Sehr kontrovers diskutiert wurde auch, von vielen Seiten. Erzähle doch noch mal kurz, worum es da ging.
Carsten
Ja, natürlich ist die Überschrift ein bisschen reißerisch auch. Da geht es um DNF, also „Did not finish“ oder wo sich halt der Trailrunning-Sport auch hin entwickelt und ich habe es ja vorhin dann auch angesprochen. Im Endeffekt geht es eigentlich darum, dass es heutzutage gar nicht mehr wertgeschätzt wird, wenn man eine kurze Strecke läuft, sondern das jeder immer gleich auf die 100 Kilometer gehen muss und das die Strecken heutzutage immer länger, immer härter, immer brutaler werden. Das hat nichts mit Organisation von den Strecken zu tun, sondern hat sehr viel.
Robert
Warten wir nochmal kurz. Entschuldigung. Ganz schön Verkehr hier.
Carsten
Hat nichts mit der Organisation zu tun, sondern viel mehr mit der Selbsteinschätzung von den Läufern. Das die Läufer einfach hingehen und, ja ihr großes Ziel ist, mal einen 100 Kilometer Trail zu finishen und gerade mal von einem Halbmarathon von der Straße kommen. Die Vorbereitung ist scheiße, die Erfahrenheit, die Erfahrung nicht groß genug und dann natürlich radikal an so was scheitern. Das hat natürlich auch den Punkt, dass ich halt in Deutschland in keinster Weise irgendwelche Qualifikationen habe. Das heißt ich kann mich halt mal entspannt anmelden um den Zugspitz-Ultra, die 100 Kilometer, zu laufen. Ich kann mich anmelden für den „AlpenX 100„. Das sind 160 Kilometer über die Alpen mit mehr als 10.000 Höhenmetern, in dem ich einfach unterschreibe und sage: „So, ich bin dafür geeignet.“ und in Italien ist es halt ganz anders. Da musste ich zum ersten Mal ein ärztliches Attest vorlegen. Dann habe ich bei ganz vielen Läufen oder bei jedem Lauf, der über die Marathon-Distanz hinausgeht, brauche ich Qualifikationspunkte. Es gibt inzwischen die ITRA, die International Trailrunning Association, wo sich jeder damit rühmt, dass er Qualifikationspunkte vergibt, am Ende vom Tag aber selber keine Qualifikation für seine Läufe mit einbaut und ich sage so: „Klar, für einen 20 Kilometerlauf, da kann ich schon jeden Mal zum reinschnuppern hinlassen.“, aber man muss sich auch überlegen, das ist ein Halbmarathon mit vielen Höhenmetern. Das ist auch mal eine andere Nummer, als wenn ich halt einen Halbmarathon in Berlin laufe und in den Bergen muss halt auch dran gehen, das wenn ich halt einen 37 Kilometer Basetrail laufe, dass der anstrengend ist, weil der fast 2.000 Höhenmeter hat. Wenn ich die natürlich dann am Montag in der Firma verkaufe und sage so: „Ich habe den Basetrail gefinished.“ Das klingt halt fast so ein bisschen wie Sissi-Run oder wie, als ob ich den Bambinilauf gemacht hätte. Da werde ich dann oft nicht ernst genommen dafür und die Namensgebung ist halt oft mal ein bisschen unglücklich gelöst und da sollte man halt auch viel darüber nachdenken und die Diskussion ging genau in die Richtung auch mit. Ja die Mehrheit der Läufer hat mir da auch zugestimmt und hat gesagt so: „Ja, das ist tatsächlich richtig, was ich da geschrieben habe.“ Es kamen viele Veranstalter direkt auf mich zu, die sich mit mir zusammengesetzt haben, die auch diese ganze Thematik überdenken wollten. Die Firma „Mammut“ die selbst Hauptsponsor ist beim Eiger UltraTrail und beim Swiss IronTrail, der auch über 200 Kilometer geht, die haben recht schnell darauf reagiert zu dem Thema und weisen alle Läufer inzwischen daraufhin, dass sie denn auch die richtige Eignung haben und drängen auch die Veranstalter darauf, dass die auch Qualifikationen oder zumindest mit ärztlichen Zertifikaten arbeiten sollten und so wie es aussieht, wird es ab nächstes Jahr in der Schweiz, bei dem ein oder anderen Rennen, auch solche Qualifikationen und ärztliche Qualifikationen auch geben müssen oder wird es die geben.
Robert
Da bin ich gespannt. Wäre auf jeden Fall Begrüßungswert um das ganze Thema Ausfallquote, bzw. Verletzungen und Risiken dann doch ein bisschen einzudämmen ohne jetzt zu viel Selbstbestimmung abgeben zu müssen. Was mich so ein bisschen gestört hat, viele Läufe, also gerade an der Zugspitze jetzt, weil ich es dort selbst erlebt habe, gehen ja auch in die Nacht rein. Natürlich sind Stirnlampen vorgeschrieben. Nur teilweise sind sie mit Stirnlampen gelaufen, die vielleicht gerade mal so die Taschenlampe, nicht die Taschenlampe, sonder so, ja… Das Handy leuchtet heller. Was hältst du davon zum Beispiel zu sagen: „Okay, du musst mindestens 900 Lumen Stirnlampe dabei haben.“
Carsten
Ja okay.
Robert
Oder geht das dann schon zu weit?
Carsten
Ja 900 ist schon ein bisschen übertrieben, aber ich sage mal es gibt ja genügend Hersteller inzwischen die gute und günstige Stirnlampen anbieten, die für Trails auch ausreichend sind. Ich sage mal so ab 350 Lumen ist das eigentlich schon ganz gut. Wenn ich natürlich mit so einer 90 Lumen Lampe komme… Da ist die Taschenlampe von meinen Kindern heller, also das muss ich nicht unbedingt nehmen, aber da sollten auch die Veranstalter darauf hinweisen und dann auch mit hingehen. In Italien ist das Usus. In Italien ist das ganz normal das wenn ich hingehe und habe irgendeine Funzel dabei, dann sagen die: „Nee, mit der darfst du nicht starten.“ Da sind die um einiges radikaler und verweigern auch dann den Start für die Läufer.
Robert
Richtig so.
Carsten
Dann musst du halt in den Laden gehen und musst dir eine Neue kaufen oder du gehst halt auf die Messe und kaufst dir da eine Stirnlampe, aber ich sage mal so, viele Leute kann man halt, die muss man halt zur Sicherheit zwingen, weil die halt die eigene Verantwortung gar nicht richtig einschätzen können. Am Ende vom Tag bringen sie halt nicht nur sich, sondern auch die anderen in Gefahr und das will natürlich überhaupt keiner.
Robert
Schön zu hören, dass das jemand sagt. So, zum Abschluss noch ein paar kleinere Fragen. Dein Top-Gadget am Berg, ohne welche du nie in die Berge gehst.
Carsten
Ohne was ich nie in die Berge gehe? Also was ich immer dabei habe, ist meine Erste-Hilfe-Ausrüstung. Das ist glaube ich so mein Top-Gadget, also ich habe immer meine Rettungsdecke dabei, habe immer die, eigentlich, wenn ich in die Berge gehe, immer eine Sicherheitsausrüstung dabei, habe eine Regenjacke dabei. Da variiere ich. Mal eine leichte, mal eine Schwere, aber ich habe eine Erste-Hilfe-Ausrüstung immer mit drin und für mich ist das mein Top-Gadget.
Robert
Okay.
Carsten
Das habe ich natürlich nicht bei kurzen Strecken mit. Bei kurzen Strecken habe ich meine Schuhe an. Da mache ich auch einen auf Anton Krupicka, nur dass ich noch ein T-Shirt drüber ziehe, weil mein Bauch ein bisschen größer ist, als der von Anton und nicht so viele Haare auf der Brust habe, aber ansonsten laufe ich da auch so.
Robert
Freestyle. Hast du irgendwelche Blog-Empfehlungen, also die du gerne liest. Empfehlungen?
Carsten
Ich lese relativ viele ausländische Geschichten. Zum einen gibt es die vom Ian Corless und Irunfar.com finde ich recht spannend, zum anderen finde ich spannend das „Competitor Magazin“ in den USA. Eine der größten Laufzeitschriften, die eine sehr große Trailrunning-Rubrik mit drin haben, die ich sehr spannend finde. Das sind so die Zwei, die ich eigentlich am Meisten schätze. Es gibt noch „Like the Wind„, die über das eine oder andere auch online schreiben, aber viel lieber lese ich das, weil das eines der schönsten Trailrunning-Magazine ist, die man sich kaufen kann und eigentlich danach einrahmen muss.
Robert
Richtig. Das ist eigentlich eher ein Kunstwerk. Ich freue mich jetzt auch nächste Woche bei der Outdoor, den Simon, den Chefdesigner, Creative Was auch immer, wiederzusehen. Ich bin gespannt. Wen sollte ich in den Podcast holen? Wen willst du gerne mal hier hören?
Carsten
Wen würde ich gerne mal hier hören?
Robert
Du bist jetzt in Episode drei. Es ist noch sehr viel am Start.
Carsten
Ah, okay.
Robert
Die Chance ist groß, dass er noch nicht genannt wurde.
Carsten
Also was ich ziemlich spannend fände oder wen ich auch mal spannend finde, mit rein zunehmen, ist die Anne-Marie Flammersfeld. Zum einen weil sie eine sehr gute Läuferin ist, zum anderen weil sie ein sehr hohes soziales Engagement auch hat. Viel in Afrika auch unterwegs ist und gerade die Kombination finde ich ganz toll und eine Zweite, die ich gerne auch hören würde, ist die Tamara Lunger. Tamara ist eine der besten Extrembergsteigerinnen, war jetzt erst wieder unterwegs gewesen im Himalaya und sie ist aber auch eine begnadete Trailläuferin und hat schon zweimal auch den Trans-Alpine-Run gewonnen, auch richtig tolle Frau um die andere Richtung auch mit einzuschlagen. Das nicht nur immer Typen hier herumsitzen.
Robert
Genau nicht nur Trailrunning, sondern das wir dann auch irgendwann mal andere Bergsportarten auch noch mit da rein haben.
Carsten
Genau. Zum Beispiel.
Robert
Wunderbar. Nicht jeder ist so begnadet, bzw. so begütert, dass er so nahe an den Alpen dran wohnt, also an den etwas höheren Bergen. Dein Tipp gegen Bergweh?
Carsten
Mein Tipp gegen Bergweh? Ja, das Schlimmste ist auf Bayern3 „AufundAb“ anzuschauen, weil da kriegt man es erst. Nee aber, guck doch einfach mal raus. Ihr habt bestimmt den ein oder anderen Berg auch vor der Haustür und wenn es so ein kleiner Hügel ist und wenn ihr einfach mal ein bisschen mit offenen Augen herumgeht, dann findet ihr auch ganz tolle Strecken, die man auch da laufen kann und oftmals sind das selbst von Hamburg aus, 60 Kilometer, wo ich dann relativ angenehme Hügel auch laufen kann und da kann ich mich austoben und wenn ich das alles ein bisschen richtig rein nehme, dann kann ich da auch tierisch Spaß dabei haben und es muss nicht immer ein Berg sein, solange der Trail eng genug ist, macht das mindestens genau soviel Spaß.
Robert
Wenn jetzt jemand sagt: „ich will so eine coole Cap. Ich will wo so eine geile Sonnenbrille haben, von „Rock’n Trail“. Ich will mit zum ThreeforTeam kommen oder nächstes Jahr hier in Deutschland an den Start gehen. Wie können die Leute mit dir Kontakt aufnehmen?
Carsten
Ganz einfach über Rockntrail.de. Da ist alles drauf. Da gibt es einen Shop. Da kann man die ganzen Gadgets von mir bestellen, wer Lust dran hat. Da gibt es auch sämtliche Reiseempfehlungen von Trails die wir schon gelaufen sind in Europa. Auch mit Reisehinweisen und wie man am besten hinkommt. Da gibt es auch Veranstaltungstipps, die wir machen, wie die Gargano Running Week, im Oktober. In Italien, drei Tage feinste Trails direkt am Meer, mit Hotel am Meer, also man kann da alles Mögliche machen und da sind auch die Infos für irgendwelche Läufe, die in Deutschland, die wir veranstalten, auch mit drin. Vielleicht noch ganz was anderes. Wir machen ja auch eine Waldlaufserie hier am Bodensee, weil ich… Ja ich bin ja ein 70er Jahre Kind. Damals war es ja mit meinem Vater ganz üblich, dass man halt einfach zum Waldlauf gegangen ist. Da waren solche Wege, wo wir jetzt hier gerade dran sitzen. Zwei Meter breit, drei Meter breit, wo die Forstautos so entlang fahren und die gingen halt durch den Wald durch und solche Wege habe ich hier gesucht und veranstalte auch gerade so eine Waldlaufserie. Was ich sehr spannend finde, was jetzt nicht wirklich was mit Trailrunning zu tun hat, aber man kriegt die Straßenläufer mal wieder raus in die Natur. Also wir verzichten bewusst auf Asphalt bei der zehn Kilometerrunde. Es sind nur zehn Kilometerrunden immer. Gibt es maximal 500 Meter Asphalt. Mehr wollen wir nicht drin haben. Lieber lasse ich dann mal ein paar Meter auf der Wiese mitlaufen, damit wir einfach den Asphalt umgehen, aber das ist auch so der erste Weg auch dazu, dass ich so ein bisschen an das Trailrunning auch ran komme. Das ich mal wieder in die Natur rausgehe und nicht immer in die Autoabgase rumlaufen muss oder auf der Bahn meine zehn Kilometer abspulen muss. Da hat ja keiner wirklich Lust drauf. Das mache ich, weil ich es machen muss, aber nicht weil ich es machen will.
Robert
Wunderbar. Dann danke ich dir, dass du bei mir warst, die Fragen beantwortet hast und ja, wir sehen uns ja, laufen miteinander wieder und…
Carsten
Bestimmt.
Robert
Bis bald. Danke dir.
Carsten
Danke dir.

Meinungen & Diskussion

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